Fernarzt Studie: Geschlechtskrankheiten in Frankfurt am Main. HIV- und Syphilis-Inzidenzen in der bayerischen Mainmetropole.
  1. HIV-Infektionen in Frankfurt am Main
  2. Syphilis-Infektionen in Frankfurt am Main
Fernarzt Studie: Geschlechtskrankheiten in Frankfurt am Main. HIV- und Syphilis-Inzidenzen in der bayerischen Mainmetropole.

In allen deutschen Großstädten und Ballungsräumen liegen die Inzidenzen (jährliche Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner) für Geschlechtskrankheiten deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Das ist auch in Frankfurt am Main der Fall. Für HIV ist die Inzidenz im Jahr 2020 in Frankfurt am Main (7,6) etwa 2,6-mal so hoch wie in Gesamtdeutschland (2,96), für Syphilis etwa 3,4-mal (30,39 zu 8,88) so hoch. Unter den zehn größten deutschen Städten liegt Frankfurt am Main im Jahr 2020 hinsichtlich der HIV-Inzidenzen auf Rang 3 hinter Köln und Hamburg. Bei den Syphilis-Inzidenzen im Jahre 2020 liegt Frankfurt am Main ebenfalls auf Rang 3, hier hinter Köln und Berlin.

HIV-Infektionen in Frankfurt am Main

Nachdem etwa zur Jahrtausendwende in Deutschland ein vorläufiges Tief der HIV-Infektionen erreicht war, gab es bis 2015 wieder einen langsamen Anstieg. Von 2001 (6,4) zu 2013 (15,97) stiegen die Inzidenzen um etwa 150 Prozent. Seit 2015 sind die HIV-Inzidenzen in Frankfurt am Main rückläufig.

Syphilis-Infektionen in Frankfurt am Main

Im Gegensatz zu den meisten anderen deutschen Großstädten gab es in Frankfurt am Main in den letzten 20 Jahren starke Schwankungen der Syphilis-Inzidenzen. Der niedrigste Wert (15,74) wurde im Jahr 2010 gemeldet, der höchste Wert (34,79) im Jahr 2018. Frankfurt am Main ist unter den zehn größten deutschen Städten die einzige Stadt, in der es im Jahr 2020 – trotz Pandemie und Lockdowns – einen Anstieg der Syphilis-Inzidenzen gab.

Quellen

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